Transhuman. Ich bin Mensch. Meine Heimat ist die Erde.

Guido kochte die Nudeln mit sehr wenig Wasser. Wasser war inzwischen teurer als die industrielle gefertigten Nudeln, obwohl sich die Menschen wegen jedem Nahrungsmittel stritten und schlugen.

Es wurde dämmrig.

Die kleine Küche, wie die ganze Wohnung seit Jahrzehnten unrenoviert, die Materialien dazu fehlten schlicht weg, verstärkte den grauen Eindruck, obwohl sie einst wohl blau gemalt war.

Die kleine Küche wurde ein wenig erhellt von dem alten Spirituskocher, auf dem Guido die Nudeln kochte und den er von seinem Ururgroßvater geerbt hatte.

Brennbare Flüssigkeiten gab es öfter als Essen, auch wenn sie diese auch rationieren mussten.

Sie hatten sogar noch Kerzen, denn wie üblich war der Strom ausgefallen.

Cyele nutzte das dämmrige Licht um Kleidung auszubessern. Und um sich abzulenken von den vorherigen Erlebnissen.

Ab und zu beobachtete Guido die Straße, auf der sich kleine Grüppchen von Menschen bewegten.

Unter der Aufsicht der Sicherheitskräfte, die überall agierten, obwohl alles Video überwacht war. Besonders die Mülltonnen.

Aber wenn der Strom ausfiel, nutzte all die digitale Technik nichts und diese archaischen Umstände, in denen diese Zivilisation ausfiel, nutzten viele Menschen, um in Häuser und Lagerstätten einzubrechen und nach irgendetwas Verwertbaren zu suchen.

Früher hatte es bei den inzwischen gewöhnlichen Krawallen auch Brände gegeben, doch inzwischen vergeudete niemand den Brennstoff, Benzin und Öl für Attacken. Sondern es flogen Steine und es gab Schlägereien zwischen bewaffneten Gruppen, die sofort abtauchten, wenn die schwarz gekleidete Schutzpolizei auftauchte, die noch eine der wenigen solarbetriebenen Autos benutzen konnte.

Cyele sperrte die Tür ab und schloss die sieben Eisenriegel, da es dunkel wurde.

Sie schob die Regel, die aus massivem Stahl bestanden, mit Anstrengung und beiden Händen an den schon teilweise durch mehrere Aufbrüche gesplitterten Rahmen.

Guido sah auf die wenigen Nudeln, die in dem Topf dem sprudelnden Wasser trieben.

Er kochte sie ohne Salz, denn so konnten sie das Wasser wieder verwenden.

Abgekocht als Trinkwasser.

Durch die Kerze und die Flammen des Spirituskocher bekam die kleine Küche sogar einen gemütlichen Schein.

Nur die Geräusche, das Schreien und Rufen auf der Straße wurden lauter und drangen durch die vergitterten Fenster ein.

Berufsverkehr

Es war an der Haltestelle.

Der Himmel war grau, wolkenverhangen. Es war sehr kalt.

Die Menschen standen an der Straßenbahnhaltestelle und beachteten sich nicht.

Als die Straßenbahn von weitem zu sehen war, veränderte sich die Atmosphäre.

Die Körper strafften sich und die Gegenüber wurden taxiert.

Die Menschen wählten strategisch oder intuitiv einen geeigneten Ausgangspunkt, um schnell in die Straßenbahn zu kommen, um einen Sitzplatz zu ergattern.

Menschen schoben sich aneinander, gingen aufeinander zu.

Die, die sich vorher nicht beachteten, schätzten jetzt den Anderen ab.

Körperbau, Größe, alles wurde für diesen Moment wichtig.

Testosteron und Adrenalin stiegen an. Eine bedrohliche Körperhaltung war die Folge und nun wurden Blicke gewechselt, Angst einflössende Blicke, die klar besagten, hier geht es um Macht. Dort, wo sich die Menschen zusammenschoben, um die Tür gut zu erreichen, reckten und streckten sich die Körper.

High Noon Momente entstanden.

Wie in den Westernfilmen, gab es diese angespannte Stille.

Als sich Bauch an Bauch schob und sich oben der Blick der Augen trafen, voller kalten Durchsetzungswillen:

Wer zieht zuerst?

Wer drängelt zuerst? Wer schubst zuerst?

Und ich begegnete in diesem spannungsgeladenen Moment einem älteren Mann, der seinen dicken Bauch geschickt gegen mich einsetzte.

Nichts desto trotz, versuchte ich ihn durch aufrechte, gestraffte Haltung und kalte skrupellose Blicke einzuschüchtern, denn die Straßenbahn kam immer näher. Unsere Bäuche drückten sich aneinander, wobei er besser ausgerüstet war..

Ich ließ mich nicht vertreiben und unsere Blicke verschmolzen tief kalt und Gefahren ausdrückend.

 

 

Schweigen, während die Straßenbahn näher kommt, die Spannung steigt.

Eisige Kälte versprechen unsere Augen.

Die Nasen kommen sich immer näher. Er sieht mir noch tiefer in die Augen.

„Es wird Krieg geben“, sagt der Mann.

Ich nicke, ohne seinen Blick auszuweichen, antworte:

„Ja, es wird Krieg geben.“

Erstens, weil seine gefrorenen Nasenrotztropfen in Zapfen vorhanden, spitz und gefährlich und glänzend an seiner Nase haften.

Zweitens, weil ich die Situation, wie den Zustand unserer menschlichen Welt finde, wie ein Irrenhaus.. Korrekt ausgedrückt, wie eine psychiatrische Klinik, die im Moment von Psychopathen beherrscht wird.

Und drittens, weil ich ihn in dieser angespannten Situation nicht provozieren will.

„Es wird Krieg geben.“, wiederholt der Mann.

Die Straßenbahn kommt näher. Ich bemerke ein Zittern in seiner Stimme..

„Alles korrupt! Nur Korruption in der Welt.“ , sagt er.

Ich nicke, denn die Straßenbahn kommt an die Haltestelle.

Die Menschen formieren sich in Zangenform vor den Türen. Halten ihre Aktentaschen wie Schutzschilde vor ihren Körper.

Auch in der Trambahn formieren sich die Menschen. Zu einer spitzen Keilform. An der Spitze ein großer dicker, breiter, bäuchiger Mann mit Aktentasche.

„Da ist der Krieg,“ keucht der Mann.

Und die Türen öffnen sich.

Mit einem Kampfschrei stürzt sich der große Mann von innen, von einer Masse Menschen gefolgt in die Menschen, die draußen stehen.

Es entsteht ein Gerangel und Menschen schubsen und stoßen sich.

Ein Kind stürzt und kommt unter die Füße. Eine rüstige Rentnerin stützt sich beim Stockkampf mit ihren Stock auf seinem Bauch.

Der Menschenkeil hat die Zangenform durchbrochen und nun leert sich die Straßenbahn, während an der Seite Menschen eindringen.

Es füllt sich die Straßenbahn. Menschen mit blutigen Nasen und blaugeschlagenen Augen sitzen triumphierend auf Plätzen.

Mein Gegner, der Mann ist in seinem Siegesgefühl mir gegenüber sanfter und nimmt mich nun als Partner an…

Die nächste Haltestelle wird angekündigt. Der Mann und Andere schieben mich an die Spitze des Keils. Ich bekomme einen Aktenkoffer als Schild.

Der Mann sieht mich eindringlich an:

„Gleich gibt es wieder Krieg.“

Energie

Wie die Energie auf diesem Planeten bizzelt

spürt doch jeder diese Kraft

diese riesige Welle

die auf uns zuschwappt

mit guter und schlechter Energie

Möglichkeit etwas zu ändern

und keine Angst

dass wir überschwemmt werden und mitgerissen

Wir werden wellenreiten

 

 

und als Beipiel nochmal dieses Lied

das auch andere lieben, auch welche,

die ich nicht mag

ich lasse es mir nicht nehmen dieses lied

und  hier eine Interpretation die nicht allen gefallen wird

You know

Nina Hagen

und einen schönen Gruß an die Berliner

 

 

 

Dekret

Ich, Fünferlprinz hochwohlgeboren von des Universums Gnaden

verfüge folgendes Dekret:

Hiermit ordne ich an zur Verteilung des Weltreichtums

das bedingungslose Grundeinkommen für die gesamte Weltbevölkerung

zum weltweiten Wohlstand und Zufriedenheit aller Menschen dieser Erde.

Fünferlprinz, hochwohlgeboren von des Universums Gnaden

erlassen und gezeichnet am 5.Februar im Jahre 2017

Ein Grundeinkommen, das so hoch ist, das es ermöglicht, kulturell, gesellschaftlich und sozial an der Gesellschaft teilzuhaben. Viel höher als diskutiert, damit es ermöglicht ein  Leben der Selbstverwirklichung zu führen, nicht nur das grobe Überleben sichert.
Als Anfang der Verteilung des Weltreichtums für alle Menschen dieser Welt, um ein gemeinsames Wachsen der Menschheit zu sichern.

https://www.grundeinkommen.de