Eine andere Stimme, deren Kommentar ich dankbar hier veröffentliche

Hi, denke neben einer Welthymne wäre es erstmal gut eine Art „Versprechen der Menschheit“ zu formulieren. Das gibt es schon: siehe Präambel der Vereinten Nationen:

„WIR, DIE VÖLKER DER VEREINTEN NATIONEN, ENTSCHLOSSEN,

Die kommenden Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsägliches Leid über die Menschheit gebracht hat, und

Den Glauben an grundlegende Menschenrechte, an Würde und Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau und von großen und kleinen Nationen erneut zu bekräftigen und Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und Achtung der Verpflichtungen, die auf Verträgen oder anderen Quellen des Völkerrechtes beruhen, gewährleistet werden kann und Sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen bei größerer Freiheit zu fördern

UND FÜR DIESE ZWECKE

Toleranz zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben und unsere Macht zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit aufrechtzuerhalten und durch die Annahme von Grundsätzen und die Schaffung entsprechender Methoden sicherzustellen, daß Waffengewalt nicht zur Anwendung komme, es sei denn im Interesse des Gemeinwohles, und Internationale Organisationen heranzuziehen, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker zu fördern,

HABEN BESCHLOSSEN, UNSERE ANSTRENGUNGEN ZU VEREINEN, UM DIESE ABSICHTEN ZU ERREICHEN.“

Es gibt zumindest in den allermeisten Fällen bereits gut formulierte (gemeinte) Ziele (auch z.B. im Grundgesetz der BRD oder in den Verträgen zur Europäischen Union:

„Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.

Art. I-3 VVE legte die Ziele der Union fest, darunter unter anderem die Förderung des Friedens, die Schaffung eines Binnenmarkts mit freiem und unverfälschtem Wettbewerb, Wirtschaftswachstum, Preisstabilität, soziale Marktwirtschaft, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, kulturelle Vielfalt, weltweite Beseitigung der Armut, Förderung des Völkerrechts etc.“

Das Problem ist für mich das die heutigen politischen Akteure sich von diesen Zielen immer mehr verabschieden und immer mehr vergessen warum Sie eigentlich gewählt bzw. für ihre Ämter bestimmt werden. Immer och heisst es das unsere „Abgeordneten“ ihrem eigenen Gewissen verpflichtet sind.
Sind Sie das wirklich? Nein: Lobby und Einzelinteressen sind immer entscheidender. Und kurzfristiges Denken und Handeln wird durch den Aufbau unserer politischen Strukturen gefördert.

Politische Systeme sollten aber langfristig und zielgerichtet an Lösungen arbeiten und im Zusammenschluss aller gesellschaftlicher Kräfte politische Entscheidungen erarbeiten. Das spielt es keine Rolle ob einer CDU/SPD und was weiss ich noch alles ist.
Die „Volksvertreter“ sind eben nicht für ihr eigenes Gewissen gewählt worden sondern das Volk und dessen Interesse zu vertreten. Und er müsste seine Entscheidungen immer im Kontext der eigentlichen Ziele überprüfen und auch für für seine Entscheidungen verantworten. Das heisst er muss auch für die Entscheidung die er trifft eine Erklärung liefern WARUM er so entschieden hat.

In „fast“ allen Verfassungen, Präambeln werden „grosse“ Ziele definiert (Menschwürde, Soziale Gerechtigkeit, Gegen Ausbeutung etc.). Warum ist es so schwer diese dann auch in der täglichen politischen Entscheidung als „oberster“ Massstab anzusetzen?

Jeder „Volksvertreter“ müsset daher verpflichtet sein, sich in seinem Handeln daran zu orientieren:
„Sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen bei größerer Freiheit zu fördern“

Warum ist das so schwer?