Transhuman. Ich bin Mensch. Meine Heimat ist die Erde.

t7

Und alles war gut.

Das Selbst erwachte in der altgewohnten Wirklichkeit. Es kommunizierte mit der Frau der Raumfahrtbehörde.

Es war natürlich nur ein Computer. Es waren die üblichen Meldungen, Geschichten von der Erde.

Alles wie gewohnt.

Das ‚Selbst war ja verbunden mit und durch die virtuelle Realität. Es gab keinen Unterschied zu den Informationen früher weit im All.

Dennoch verspürte das Selbst noch etwas anderes.

Irgendetwas betraf das reduzierte ich in dieser künstlichen Wirklichkeit. Es wusste nichts. Doch es war auf eine fast vergessene Art unruhig. Diese Unruhe, die Erinnerung an ein früheres Leben, ein körperliches Selbst.

Es versuchte die Außenkamera des Raumschiffes einzuschalten und bemerkte dabei, dass ihm virtuelle Bilder vorgespielt wurden.

Es dauerte eine Zeit, bis das Selbst die Sicherungen umgangen und aufgebrochen hatte. Es schaltete die Kamera ein, als sein Auge, und empfand diese Stille.

Der Himmel war leer, keine Flugobjekte, keine Funksprüche, kein Lärm.

Der Himmel war leer.

Das Selbst stutzte. Es bewunderte die Klarheit des Himmels, die blaue Farbe, das Strahlen der Sonne, die Sonne, die es so lange nicht gesehen hatte, die Sonne, die noch mehr gelöschte Erinnerungen eines gesicherten alten Backups in das Bewusstsein speiste.

Das Selbst schaltete die Mikrofone ein.

Es gab keine Geräusche!

Die Mikrofone hatte eine hohe Auflösung. Es konnte damit in den Himmel horchen. Es hörte den Wind in den Bäumen. Es hörte Tiere. Rascheln ,Laute.

Die Kameras erforschten Wald, Berge, Flüsse, Seen, Wald,Wiese, aber es gab keine Häuser, keine Straßen, kein Menschen.

Es erhöhte die Auflösung, nichts, kein menschliches Werk, kein Mensch.

Nichts.

Guido öffnete Cyele die Tür. Cyele war erschöpft, ihre Haare zerzaust, die Kleidung voller Flecken und ihr Ärmel und Schulter ihrer Kleidung war zerrissen.

Ihre Nase blutete.

Guido nahm sie in den Arm. Cyele fing an zu weinen.

Drück mich „, sagte sie zu Guido.

Er drückte sie zärtlich.

Fester“, flüsterte Cyele.

Guido drückte fester und auf einmal brach Cyele in Weinen aus.

Das Schluchzen schüttelte ihren Körper.

Ich habe es gehört“, schluchzte sie.

Guido sah sie verständnislos an.

„Was?“, fragte er.

Ich habe es gehört!“

„Was denn Zoe?!!“

Den Knochen! Ich habe gehört, wie der Arm gebrochen ist!“

Sie schluchzte wieder auf.

Guido fragte erschrocken.

Was?“

Er sah bei Cyele nichts.

„Den Arm, ich hab’s gehört!“

Cyele erzählte Guido, was vorgefallen war. Von der Schlange, der Menschenmasse, dass unfähige Aneinandergedrücktsein,

von der Gier und der Selbstsucht,

wie die Frau fiel, und niemand ihr half, und Cyele ihr auch nicht helfen konnte, so verschachtelt in der Menge.

Sie sah die Schuhe, die auf die Frau traten, und den einen Tritt, bei dem es das hässliche Geräusch gab.

Dieses trockene Knacken.

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